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Wassili Luckhardt

Berlin 1889 - Berlin 1972


Wassili Luckhardt, deutscher Architekt und Möbeldesigner, wird 1889 in Berlin geboren. 1908-10 studiert Wassili Luckhardt an der Technischen Hochschule in Berlin. Wie sein Bruder Hans gehört Wassili Luckhardt in den Jahren bis 1920 mehreren Künstlergruppen an, so dem Arbeitsrat für Kunst, der Novembergruppe und dem Ring. 1919-20 gehört Wassili Luckhardt mit seinem Bruder zur Gläsernen Kette, dem Briefwechsel zwischen den Architekten Bruno und Max Taut, Hermann Finsterlin, Paul Goesch, Wenzel Hablik, Hans Hansen und Hans Scharoun.
Ab 1921 hat Wassili Luckhardt mit seinem Bruder Hans ein Büro in Berlin. Ihre Bauwerke sind zunächst vom Expressionismus beeinflusst, 1921 bauen sie das Deutsche Hygiene Museum in Dresden. Ab 1925 finden Wassili Luckhardt und sein Bruder zu einem rationaleren Baustil, dieser Rationalismus zeigt sich auch in ihren Möbelentwürfen.
Zu ihren wichtigsten Architekturprojekten in Berlin zählen die Reihenhäuser an der Schorlemer Allee (1925-30), das Haus Telschow (1928-29), die Neugestaltung des Alexanderplatzes (Projekt, 1929). 1951 gestalten Hans und Wassili Luckhardt den Berliner Pavillon auf der Constructa-Ausstellung in Hannover. 1929 entwerfen Hans und Wassili Luckhardt den standardisierten Stuhl "ST 14", ein Freischwinger aus Stahlrohr und Schichtholz. Der leicht veränderte Freischwinger "S 36" entsteht als Möblierung des Desta-Hauses auf der "Deutschen Bauausstellung" 1931 in Berlin.
1955 ist Wassili Luckhardt Gründungsmitglied der Abteilung Baukunst an der Akademie der Künste in Berlin.


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